
- Jungs bitte weggucken - Bücher nur für Mädchen
- Hören und Sehen
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Hey, Jungs, das ist nichts für euch. Das sagen nicht irgendwelche Mädchen, sondern ein Verlag.
Normalerweise druckt ein Verlag Bücher und sorgt dafür, dass sie in die Läden kommen. Meist, damit möglichst viele Leute sie kaufen. Jetzt hat ein Verlag - der Thienemann Verlag - einen kleinen Tochter-Verlag gestartet, der die Jungs eigentlich gar nicht als Käufer will. Denn die Bücher dort sind nur für Mädchen. Und zwar ab 5 Jahre bis zur jungen Frau. Der Name des Verlags ist «Planet Girl» - also Planet Mädchen. Die Frau, die für die Planung zuständig ist, heißt Sarah Haag. Sie sagte, dass die Fachleute in so einem Mädchen-Verlag besser Bescheid wissen, was die Fans mögen. Und das kann ja auch wieder für gute Geschäfte sorgen.
Warum wurde ein eigener Verlag für Mädchen gegründet?
Sarah Haag: «Mädchen lesen anders als Jungen. Es gibt zum Beispiel Themen, die Mädchen viel mehr interessieren als Jungen, wie Pferde und Tanzen. Wir haben damit die Möglichkeit, gezielter auf Mädchen einzugehen.»
Zum Start gibt's eine Serie über Hockey. Das ist doch gar kein typisches Mädchen-Thema.
Sarah Haag: «Das stimmt. Allerdings sind wir auch überzeugt, dass Mädchen sich - genauso wie Jungen - für ziemlich viele Themen begeistern lassen, sogar für Themen wie Technik oder Autos. Entscheidend ist, wie ein Thema verpackt wird. Jungen stehen vor allem auf Action und Spannung. Für Mädchen sind Beziehungen, Freundschaften, die erste Liebe noch wichtiger. Diese Aspekte lassen sich in einer Geschichte rund um eine Mannschaftssportart sehr gut aufgreifen.»
Und warum gerade Hockey?
Sarah Haag: «Tatsächlich gibt es im Hockey einen ganz hohen Anteil an Spielerinnen. Und schließlich ist die Wahl eines Themas auch immer eng an Autoren gekoppelt. Der Autor unserer Serie "Moskitos" ist Vater einer neunjährigen begeisterten Hockeyspielerin.»
Und sonst, wo sind die Unterschiede?
Sarah Haag: «Es gibt viele Umfragen, die zeigen, dass Mädchen lieber lesen als Jungen. Deshalb sind sie früher geübter im Lesen. Das heißt für uns: Mädchenbücher dürfen schon mal etwas dicker sein. Außerdem spielt die äußere Gestaltung eine große Rolle: Blumen, Glitzer oder andere Effekte auf dem Cover kommen bei Mädchen super gut an.»
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